• Gestern, heute, morgen

    Die Elektro–Motoren–Handelsgesellschaft in Esslingen am Neckar.

  • Gestern, heute, morgen

    Der erste Spatenstich in Waghäusel durch Karl W. Müller 1942.

  • Gestern, heute, morgen

    Margarete Müller-Bull zusammen mit Werksmitarbeitern. 1969 geht das 500.000 Gerät vom Band in Waghäusel.

  • Gestern, heute, morgen

    Der Hauptsitz in Esslingen feiert 1973 sein 50-jähriges Bestehen.

  • Gestern, heute, morgen

    Die neue Aluminium-Sandgießerei im Industriegebiet „Lugwald“.

  • Gestern, heute, morgen

    Das neue Produktionszentrum in Waghäusel. Die gesamte Produktion wurde an diesen Standort verlagert.

  • Gestern, heute, morgen

    Herausragende Figuren prägten und prägen dieses Unternehmen, das sich gleichermaßen für neue Technologien einsetzt wie für die Menschen, die sie entwickeln.

  • Mit Pioniergeist durch die Krise

    1923: Die Elektro–Motoren–Handelsgesellschaft wird von Karl W. Müller in Esslingen am Neckar gegründet. Die erste Investition ist der Kauf einer Schreibmaschine für den Ein-Mann-Betrieb. Die Geschäfte sind mühsam und die Mittel, die zur Verfügung stehen, schmelzen unter der dramatischen Geldentwertung dahin.

    1925: Trotz Inflation wagt sich Karl W. Müller an die erste eigene Motorenfertigung. Die Firma Likra Motoren–und Apparatebau wird erworben und man beginnt im Angesicht der heraufziehenden Weltwirtschaftskrise mit der eigenen Motorenfertigung. Die Krise wird gemeistert.

    1935: Nach den Jahren der Weltwirtschaftskrise, die der noch junge Betrieb dank der Tatkraft und Umsicht seines Gründers übersteht, findet der Erwerb von weiteren Räumlichkeiten in der Ottilienstraße 12 (heute Richard-Hirschmann-Straße) in Esslingen statt. Der Fokus liegt auf der Herstellung elektrischer Einzelantriebe. Parallel werden die ersten Absaug- und Anfachgebläse entwickelt, die später zu den heutigen Radialventilatoren und Seitenkanalverdichtern führen sollten. So wurde der Grundstein für das Elektror von heute gelegt.

  • Ein zweites Werk entsteht

    1942: Ein Teil der Produktion wird aus Esslingen in das verkehrsgünstig an der Autobahn liegende Waghäusel (Stadtteil Kirrlach) in Baden verlegt, in eine stillgelegte Zigarrenfabrik. In den Kriegsjahren besteht großer Bedarf an den für ihre Zuverlässigkeit bekannten Elektror-Luftschutz-Sirenen und - Bunkerlüftern.

    1945: Das Unternehmen setzt seine Motorenkompetenz beim Wiederaufbau ein, indem mittels Trümmer- und Schrottbeständen Motoren repariert werden. Die robusten Kurzschlussläufermotoren bilden nach der Währungsreform die Grundlage für ein erneutes Aufleben der Firma.

    1948/49: In Mühlacker wird eine eigene Aluminium-Sandgießerei gegründet. Dadurch macht sich Elektror von der immer noch schwierigen Materialbeschaffung unabhängig.

    1949: Auch auf dem Sektor der Lufttechnologie werden Erfolge erzielt. Eine neue Reihe von Radialgebläsen aus Leichtmetallguss wird entwickelt, was einen wesentlichen Fortschritt gegenüber den schweren Graugussgebläsen darstellen.

  • Die Führung in neuen Händen

    1954: Aus Platzmangel wird am Standort Kirrlach (Waghäusel) ein neues, großzügiges Werk gebaut. Dies ist der erste metallverarbeitende Betrieb am Ort. Währenddessen erhalten Elektror- Ventilatoren auf der ständigen Musterschau der Hannover Messe Auszeichnungen.

    1956: Elektror erweitert um eine Fertigungshalle und ein Verwaltungsgebäude am Standort Kirrlach. In diesem Zuge werden moderne Kontrollverfahren und Prüffelder integriert, was für Elektror den Übergang zur Serienproduktion ermöglicht.

    1959: Am 6. Juli verstirbt unerwartet Karl W. Müller, der Gründer des Unternehmens. Seine Gattin, Frau Margarete Müller-Bull, übernimmt die Firmengruppe. Unter ihrer Leitung entwickelt sich Elektror zu einem international führenden Unternehmen in der Lufttechnik.

    1962: Die steigende Produktion bedingt eine weitere Vergrößerung der Firma. Erwerb des Nachbargrundstücks mit Fertigungsräumen in Esslingen.

    1966: Elektror wächst weiter. Das Hauptgebäude in Esslingen wird renoviert und auf die doppelte Größe erweitert.

    1969: Das fünfhunderttausendste Elektror-Gerät geht am 04. Dezember im Werk in Kirrlach vom Band. Elektror beginnt mit der Entwicklung und Produktion von Seitenkanalverdichtern.

  • Kontinuierliches Wachstum

    1970: Die Leichtmetallgießerei in Mühlacker wird umgebaut und es entsteht eine weitere Fertigungshalle mit einer modernen Sandaufbereitungsanlage.

    1973: Das Jubiläumsjahr: Elektror mit Hauptsitz Esslingen feiert 50-jähriges Bestehen und hat einige Erfolge vorzuweisen: Etwa 300 Mitarbeiter sind hier mittlerweile beschäftigt. Die Gießerei hat einen Ausstoß von circa 40 t Aluminiumguss pro Monat. Insgesamt haben mehr als 2 Mio. Geräte die Elektror-Werke verlassen.

    1974/75: Die erste eigene Druckgießerei wird auf dem Gelände des bestehenden Werkes Waghäusel in Kirrlach errichtet, dazu eine weitere Fertigungshalle mit 760 m². Auf der Musterschau der Hannover Messe werden Elektror-Sirenen ausgezeichnet.

    1979: In den kommenden Jahren wird das Spektrum der Ventilatoren ausgeweitet: die RDMitteldruckbaureihe entsteht und, drei Jahre später, dann auch die Baureihe der HRDHochdruckventilatoren. Im Jahr darauf werden die Förderventilatoren entwickelt.

  • Digitale Entwicklung

    1984: An den Standorten in Waghäusel und Esslingen werden in den Folgejahren weitere Gebäudeteile und Anlagen ergänzt.

    1989: Eine neue Aluminium-Sandgießerei wird im östlichen, von der Stadt Mühlacker neu erschlossenen, Industriegebiet „Lugwald“ geplant.

    1992: 50 Jahre Standort Waghäusel. Über 1,3 Millionen Geräte haben die Fertigung in Waghäusel bis dahin verlassen.

    1995: Die Produktpalette der Seitenkanalverdichter wird durch eine Typenreihe mit offenem Laufrad erweitert.

    1996: Das Elektror-Qualitätsmanagementsystem wird zum ersten Mal nach DIN EN ISO 9001 zertifiziert. Die ersten CAD-Arbeitsplätze werden installiert, damit hält die digitale Entwicklung Einzug.

    1999: In Frankreich wird aus dem ehemaligen Vertragshändler eine eigene Elektror Länder- Vertretung. Im Jahr darauf wird in der Schweiz genauso verfahren.

  • Elektror airsystems – international

    2002: Am 17. März verstirbt Frau Margarete Müller-Bull. Nach ihrem Tod gehen ihre Gesellschaftsanteile in die Margarete Müller-Bull-Stiftung über. Deren Ziel war und ist nicht nur Erhalt und Weiterentwicklung des Unternehmens, sondern auch die Unterstützung humanitärer Zwecke, der Tierschutz und die Förderung von Wissenschaft und Technik – Dinge, die der Stiftungsgründerin zeitlebens am Herzen lagen.

    2003: Das neue Produktionszentrum in Waghäusel entsteht, und die gesamte Produktion wird an diesen Standort verlagert. Fortan ist es möglich, das Projekt „Losgröße 1” umzusetzen, also das wirtschaftliche Fertigen von geringsten Stückzahlen, buchstäblich bishin zu „Losgröße 1“. Dies ist die Basis für eine zentrale Leistung von Elektror: die kundenindividuellen Produkte.

    2006: Am 18.06. wird die „Elektror Karl W. Müller GmbH & Co. KG” in „Elektror airsystems gmbh“ umbenannt. Diese Änderung der Rechtsform ist juristisch notwendig geworden, da nach dem Tod von Margarete Müller-Bull ihre Besitzanteile an die Stiftung übergegangen sind. Außerdem wird so der internationalen Ausrichtung des Unternehmens Rechnung getragen.

    2008: In Österreich wird eine Vertriebsgesellschaft gegründet, während in Polen neben einer Vertriebsgesellschaft auch eine neue Produktionsstätte ihren Betrieb aufnimmt. Hier entstehen die neuen, großvolumigen, radialen und axialen Stahl-Industrieventilatoren.
    Im August zieht der gesamte Elektror-Stammsitz mit Entwicklung, Verwaltung und Prüflaboren von Esslingen in das neue erbaute Headquarters nach Ostfildern um.

    2009: Eine weitere Vertriebsgesellschaft kommt dazu: die Elektror airsystems bv in den Niederlanden.

  • Aufbruch in die Zukunft

    2012: Die Produktionsstätte in Polen zieht von Zabrze nach Chorzów. In diesem Zuge vergrößert sich die Produktionsfläche um das Vierfache auf nun 3.200m².

    2013: Elektror feiert sein 90-jähriges Firmenjubiläum.

    Der schwäbische Kleinbetrieb für Motoren ist zu einem internationalen Unternehmen angewachsen. Kluge Elektror-Konstruktionen sorgen heute beinahe rund um den Erdball für effiziente Luftnutzung. Die erhaltenen Standorte in Deutschland und nicht zuletzt die Margarete Müller-Bull-Stiftung stellen jedoch weiterhin sicher, dass im Hause Elektror – trotz Expansion und Internationalisierung – der Geist der frühen Jahre weiterlebt.

    Gleichzeitig bewegt sich das Unternehmen zielstrebig in Richtung Zukunft. Ebenfalls 2013 wird nun die erste außereuropäische Vertriebsgesellschaft in China gegründet. Außerdem ist die Erweiterung der Produktionsstätte in Waghäusel um 3.600m² auf insgesamt 10.200m² geplant (Fertigstellung 2014).