Soziale Woche 2016

Jährlich nehmen Auszubildende von Elektror an der sozialen Woche teil und machen dabei völlig neue Erfahrungen fernab vom Arbeitsalltag. Auszubildender Adrian Zimmerer berichtet…

Praktikum bei der Arbeitswohlfahrt (AWO)

Vom 17. bis 20. Mai 2016 habe ich im Rahmen meiner Ausbildung bei Elektror airsystems in einer sozialen Einrichtung gearbeitet. Für dieses Projekt habe ich mir die Arbeitswohlfahrt (AWO) in Wiesental ausgesucht. Ich habe mich für diese Einrichtung entschieden, da ich vor meiner Ausbildung bereits in einem Kindergarten und in einem Tierheim tätig war und nun etwas Neues versuchen wollte. Bei der AWO durfte ich eine Woche lang die Betreuer begleiten, tatkräftig unterstützen und sogar eigene Ideen und Vorschläge miteinbringen.

Zur Vorbereitung auf die Soziale Woche fand im Voraus ein Workshop statt, in welchem wir über Erwartungen, Fragen und Ängste gesprochen haben. Außerdem wurden wir darauf vorbereitet, wie wir uns in bestimmten Situationen verhalten sollen. Ungefähr eine Woche vor Beginn des Praktikums habe ich mit meiner Ansprechpartnerin einen Termin vereinbart, um alles Weitere zu klären, was für mich während dieser Woche wichtig sein könnte. In diesem Gespräch haben wir zum Beispiel über meine Aufgaben und Arbeitszeiten gesprochen und bei wem ich mich zu Beginn des Praktikums melden sollte.

Am Dienstagmorgen war es dann soweit. Als ich in die Einrichtung kam, war ich doch etwas aufgeregt. Nachdem ich mich bei meiner Ansprechpartnerin gemeldet habe, gab sie mir einen kurzen Rundgang durch die Einrichtung und erzählte mir, wie die nächsten Tage ablaufen werden. So drehten wir am Anfang eine Runde durch den Aufenthaltsbereich der Betreuung. Dort waren nicht allzu viele Senioren anzutreffen, da sich viele noch auf ihren Zimmern befanden. Den anwesenden Personen wünschten wir einen Guten Morgen und unterhielten uns kurz mit ihnen. Natürlich stellte ich mich zu Beginn dann jedem Einzelnen vor.

Nach dem Rundgang bekam ich direkt meine erste Aufgabe, die ich zu bewältigen hatte. Ich sollte mich zu einem sehr ruhigen, introvertierten Senioren setzen und versuchen, ihn in eine Unterhaltung zu verwickeln. Zunächst war ich etwas unsicher, aber mit der Zeit viel es mir leichter, mich mit dem Mann zu unterhalten. Leider ist er aber nicht sehr auf mich eingegangen und hat sich irgendwann auf sein Zimmer zurückgezogen. Auch mit solchen Situationen muss man hier lernen, umzugehen. Danach führte ich aber noch zwei weitere längere und sehr interessante Gespräche.

Gegen Ende des ersten Tages war meine Aufregung verflogen und ich freute mich schon auf den nächsten Tag. Mittwochs war dann eine größere Aktion geplant. Zunächst drehten wir unsere morgendliche Runde und begrüßten die Senioren. Danach wurden fast alle Senioren eingesammelt und in den großen Aufenthaltsbereich begleitet. Dort erhielt jeder ein Musikinstrument und anschließend wurde zusammen musiziert und gesungen. Besonders interessant fand ich, dass dort auch die ruhigeren Senioren auftauten. Man konnte sehen, wie viel Spaß sie beim Musizieren hatten. Später lernte ich noch einen Mann kennen, der für sein Leben gern „Mensch ärgere dich nicht“ spielte. Also spielte ich mit ihm.

Der Donnerstag lief ähnlich ab wie die vorherigen Tage. Am Freitag gab es noch einmal eine Musiktherapie, bei der ich zusehen durfte. Dort saßen fünf Senioren um eine Tischtrommel und trommelten zum Takt der Musik. Es war toll, das Strahlen in den Augen der Senioren zu sehen.

Abschließend kann ich sagen, dass die Soziale Woche eine tolle Erfahrung war, die mir sehr viele wichtige und hilfreiche Tipps für mein privates Leben sowie mein Berufsleben gebracht hat. Ich bin sehr froh, dass mein Arbeitgeber mir diese Woche ermöglicht hat und kann es jedem empfehlen, bei so einem Projekt teilzunehmen.