Soziale Woche 2016

Jährlich nehmen Auszubildende von Elektror an der sozialen Woche teil und machen dabei völlig neue Erfahrungen fernab vom Arbeitsalltag. Auszubildender Yannick Münzer berichtet…

Praktikum im Julius-Itzel-Haus

Die soziale Woche 2016 habe ich im Julius-Itzel-Haus verbracht, ein stationäres Wohnheim für Menschen, die sich in akuten sozialen Schwierigkeiten befinden.

Der erste Tag meines Praktikums war sehr aufregend. Ich bin ohne Vorurteile gegenüber den wohnungslosen Menschen ins Julius-Itzel-Haus gegangen und bin ihnen respektvoll gegenüber getreten. Allerdings ist es mir recht schwer gefallen, mich in deren Lage zu versetzen. Am ersten Tag habe ich mich viel mit den Klienten beschäftigt. Mir hat es sehr gefallen, mich mit den Menschen so offen und ehrlich zu unterhalten und Dinge aus ihrer Vergangenheit zu erfahren.

Am zweiten Tag meines Praktikums wurde ich noch stärker involviert als am ersten Tag. Auch der Kontakt zu den wohnungslosen Menschen war noch besser als am Tag zuvor, da ich sicherer und offener wurde. Den zweiten Tag verbrachte ich u.a. damit, Klienten im Haus aufzusuchen und sie zu ihren Terminen mit den Sozialarbeitern zu begleiten, an welchen ich daraufhin auch teilnehmen durfte.

Am dritten Tag habe ich in der Küche ausgeholfen. Hier führte ich ein sehr interessantes Gespräch mit einem Klienten, der sich mir herzlich öffnete. Ich habe ihm von meinen Alltag erzählt und über meine tägliche Arbeit bei Elektror gesprochen. Im Gegenzug hat er sich mir anvertraut und mir erzählt, warum er eigentlich im Julius-Itzel-Haus ist und was seine Ziele für die Zukunft sind. Das hat mich einerseits total schockiert, andererseits jedoch sehr berührt.

Der vierte und letzte Tag lief ähnlich ab, wie die vorherigen Tage. Ich habe bei täglichen Hausarbeiten unterstützt, die Klienten zu ihren Terminen begleitet und spannende Gespräche mit ihnen geführt.

Die vier Tage im Julius-Itzel-Haus waren eine sehr interessante und lehrreiche Zeit. Ich habe tiefe Einblicke in einem mir völlig neuen Bereich bekommen und bin sehr froh, dieses Praktikum gemacht zu haben. Ich könnte mir sogar vorstellen, nach meiner Ausbildung ein Jahr in einer sozialen Einrichtung zu unterstützen. Es ist toll und sehr wichtig, dass es Menschen gibt, die Personen mit sozialen Schwierigkeiten unter die Arme greifen, damit diese schnellstmöglich in ein „normales“ Leben zurückkehren können.