Soziale Woche 2016

Jährlich nehmen Auszubildende von Elektror an der sozialen Woche teil und machen dabei völlig neue Erfahrungen fernab vom Arbeitsalltag. Auszubildender Miguel Cavaco berichtet…

Praktikum im Tafelladen

In der sozialen Woche vom 17. bis 20. Mai 2016 habe ich mich für ein Praktikum in einer Tafel entschieden. Letztendlich durfte ich sogar in zwei verschiedenen Läden mithelfen –  in der Bruchsaler und der Philippsburger Tafel.

Im Tafelladen Bruchsal sind über 50 Prozent Kriegsflüchtlinge beschäftigt und direkt neben dem Laden befinden sich Klassenräume, in denen die Flüchtlinge nach getaner Arbeit Deutschunterricht bekommen. Die restlichen Angestellten sind Ein-Euro-Jobber oder Freiwillige. Die Philippsburger Tafel ist in einem früheren Supermarkt untergebracht und ähnelt daher eher einem herkömmlichen Einkaufsladen. Außerdem gibt es eine Art Möbelabteil mit Couchgarnituren, welche zum Beispiel von Privatpersonen gespendet wurden, und es werden dort sogar Fahrräder repariert und verkauft.

Insgesamt waren der Ablauf und meine Aufgaben in beiden Tafelläden sehr ähnlich. Vormittags erhielten wir mehrmals Lieferungen mit Lebensmitteln aus den umliegenden Supermärkten. Das Obst und Gemüse wurde dann von uns auf Druckstellen, faule Stellen oder Schimmel untersucht. Was noch verkauft werden konnte, haben wir mit einem Preis ausgeschrieben und anschließend in die Regale geräumt. Die aussortierten Waren wurden entweder vom Tierpark Karlsruhe verwertet oder kamen in den Biomüll. Wenn wir schließlich alle Waren sortiert, eingeräumt oder entsorgt hatten, wurden der Boden und die Tische gesäubert. Anschließend wurde auf die nächste Lieferung gewartet und der Prozess begann von vorne. In der Philippsburger Tafel habe ich außerdem noch Möbel zur Vorführung zusammengebaut oder zum Verkaufen auseinandergebaut. Meine Aufgaben in dieser Woche waren also sehr abwechslungsreich.

Abschließend kann ich sagen, dass die soziale Woche sehr interessant und lehrreich war. Das Praktikum im Tafelladen war eine völlig neue Erfahrung für mich und ich bin froh, dass mir mein Arbeitgeber diese Woche ermöglicht hat.