Elektror feiert 90-jähriges Bestehen

18.11.2013 | Elektror

↑ Firmengründer Karl W. Müller       ↑ Elektror-Stammsitz in Esslingen in den 70er Jahren

 

Gestartet als Ein-Mann-Handwerksbetrieb haben wir uns über die Jahrzehnte zu einem internationalen Industrieunternehmen entwickelt

Alles begann 1923 in Esslingen am Neckar als „Elektro-Motoren-Handelsgesellschaft“. Firmengründer Karl W. Müller zeigte Mut und wagte trotz anhaltender Hyperinflation den Schritt in die Selbstständigkeit. Seine Geschäftsidee: Reparaturen und Handel von Motoren. Die Geschäfte gingen gut und bereits zwei Jahre später baute er die erste eigene Motorenfertigung auf. Ab diesem Zeitpunkt ging es für den ehemaligen Ein-Mann-Betrieb steil bergauf. Auch die Weltwirtschaftskrise überstand der noch junge Motorenhersteller dank der Umsicht und Tatkraft von Müller fast unbeschadet. In den kommenden Jahren wuchs das Produktportfolio deutlich an: Elektror produzierte vom Nähmaschinenmotor bis hin zu Bohr- und Kreissägenmotoren Norm- und Sonderantriebe für verschiedenste Anwendungen. Im Bereich der Sirenenfertigung machte sich Elektror ebenfalls einen Namen, der weit über die Esslinger Grenzen hinaus für Zuverlässigkeit und Qualität bekannt war.

Aber auch der Grundstein für die heutige Produktpalette wurde schon früh gelegt. Bereits 1935 konzeptionierte Müller die ersten Absaug- und Anfachgebläse, die bereits damals dem heutigen Grundprinzip von Radialventilatoren und Seitenkanalverdichtern folgten. 1949 stieg man schließlich in die Serienfertigung von Ventilatoren ein.

Im Laufe der Jahre vergrößerte Müller mehrfach die Produktion, da die alten Produktionsflächen nicht mehr ausreichend waren. 1959 verstarb er unerwartet und seine Frau, Margarete Müller-Bull, übernahm die Leitung des Unternehmens. Unter Ihrer Führung entwickelte sich Elektror zu einem der international führenden Unternehmen der Lufttechnik. Im Zuge der Konzentration auf die Kernkompetenzen wurden über die Jahre Ventilatoren und Seitenkanalverdichter sowie der Bau eigener Motoren für diese Geräte in den Fokus der Geschäftstätigkeit gerückt.

Am 17. März 2002 verstarb die „Chefin“ und ihre Gesellschaftsanteile gingen in die Margarete Müller-Bull Stiftung über. Seit dem Tod von Frau Müller-Bull wirken Geschäftsführer Ulrich W. Kreher, die Elektror-Geschäftsleitung, Vorstand und Stiftungsrat bei Richtungsentscheidungen zusammen und gewährleisten, dass die Ziele des Unternehmens und die Zwecksetzung der Stiftung erreicht werden.

Heute beschäftigen wir rund 250 Mitarbeiter, verteilt auf den Stammsitz in Ostfildern, die Produktionszentren in Waghäusel und Chorzów sowie zahlreiche Niederlassungen und Vertretungen weltweit. Insgesamt verlassen mehr als 50.000 Geräte unsere beiden Fertigungsstätten jährlich – Tendenz steigend. Die Investition von zehn Millionen Euro in einen Erweiterungsbau am Standort Waghäusel zeigt, dass wir ganz konkrete Wachstumsziele und -pläne für die Zukunft haben. „Jahr für Jahr setzen wir uns ehrgeizige Ziele, die nur mit einem starken Team zu schaffen sind. Wir investieren hohe Summen in neue Produkte und Märkte, da wir hier großes Potenzial für uns sehen“, zeigt sich unser Geschäftsführer Kreher positiv.

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